Buchpreise
Österreichische Buchpreise
Österreichischer Buchpreis:
- 2025: Dimitré Dinev für seinen Roman Zeit der Mutigen (Kein & Aber). Debütpreis: Miriam Unterthiner für ihr Drama Blutbrot
- 2026: Preisverleihung am 23.11.2026
Österreichischer Staatspreis für Europäische Literatur 2026
- Lídia Jorge, portugiesische Autorin
50. TddL 2026: Ingeborg Bachmannpreise
- Ingeborg-Bachmann-Preis: Lena Schätte für „Was wir tragen“
- KELAG-Preis: Kinga Tóth für „OstblockMädl“
- Deutschlandfunk-Preis: Ozan Zakariya Keskinkılıç für „Vater ohne Sohn“
- 3sat-Preis: Magdalena Schrefel für „Kirschen, Herz mit Verband“
- BKS Bank-Publikumspreis + Stipendium: Lena Schätte
Literaturnobelpreisträger:innen für Literatur
2024 | Han Kang | Südkorea
2023 | Jon Fosse | Norwegen
2022 | Anni Ernaux | Frankreich
2021 | Abdulrazak Gurnah | Tansania
2020 | Louise Glück | Vereinigte Staaten
2019 | Peter Handke | Österreich
2018 | Olga Tokarczuk (verliehen 2019) | Polen
2017 | Kazuo Ishiguro | Vereinigtes Königreich
2016 | Bob Dylan | Vereinigte Staaten
2015 | Swetlana Alexijewitsch | Belarus
2014 | Patrick Modiano | Frankreich
2013 | Alice Munro | Kanada
2012 | Mo Yan | Volksrepublik China
2011 | Tomas Tranströmer | Schweden
2010 | Mario Vargas Llosa | Peru, Spanien
2009 | Herta Müller | Deutschland
2008 | Jean-Marie Gustave Le Clézio | Frankreich
2007 | Doris Lessing | Vereinigtes Königreich, (geb. in Kermānschāh, Persien)
2006 | Orhan Pamuk | Türkei
2005 | Harold Pinter | Vereinigtes Königreich
2004 | Elfriede Jelinek | Österreich
2003 | J. M. Coetzee | Südafrika
2002 | Imre Kertész | Ungarn
2001 | V. S. Naipaul | Vereinigtes Königreich, (geb. auf Trinidad, Trinidad und Tobago)
2000 | Gao Xingjian | Frankreich, (geb. in Ganzhou, China)
1999 | Günter Grass | Deutschland
1998 | José Saramago | Portugal
1997 | Dario Fo | Italien
1996 | Wisława Szymborska | Polen
2019 Peter Handke erhält Literaturnobelpreis
Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Stockholmer Konzerthaus erhielt Peter Handke die Urkunde und Medaille, die in als Literaturnobelpreisträger 2019 ausweist, aus den Händen des schwedischen Königs Carl XVI. Gustav. Anders Olsson, der Vorsitzende des Nobelkomitees der Schwedischen Akadmie hielt die Laudatio. Olsson lobte die "bahnbrechende Meisterschaft der Sprache eines Autors, der oftmals die Konformität unserer Zeit verweigere. Er schildert nicht die Metropole, er schildert die Peripherie", so der Laudator. "Sein Blick ist seine Sprache, er bleibt empfänglich in allem, seine Gesinnung sei antinational." Peter Handke erhält den Nobelpreis für Literatur „für sein einflussreiches Werk, das mit sprachlicher Genialität die Randbereiche und Besonderheiten menschlicher Erfahrung erkundet“, so das Nobelpreiskomitee. Peter Handke wurde 1942 im Kärntner Griffen geboren. Der vielfach ausgezeichnete Autor lebt seit fast 30 Jahren in Chaville, einem Vorort von Paris. Am Beginn 1966 lag sein spektakulärer Auftritt vor der Gruppe 47 in Princeton, der Erstlingsroman „Die Hornissen“ und die Uraufführung des Theaterstückes „Publikumsbeschimpfung“ in Frankfurt unter der Regie von Claus Peymann. Das Stück wurde als „verbales Rockkonzert“ bezeichnet und 1970 war der Autor bereits Kult. Die Medien nannten ihn den „fünften Beatles“ und er war der deutschsprachige Literatur-Popstar. „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter (1969) oder „Wunschloses Unglück“ (1972) wurden zur Kultlektüre einer ganzen Schüler- und Studentengeneration. Er setzte auf die subversive Kraft des Poetischen, auf Sprachkritik als Gesellschaftskritik. Von 1966 bis heute liegen 53 Jahre voll einzigartiger Kreativität und sprachlicher Schöpferkraft des Peter Handke. Der Suhrkamp Verlag hat 2019 die „Peter Handke Bibliothek“ in 14 Bänden herausgebraucht - mit 11.400 Seiten. Ein gigantisches Werk in all seiner Vielfalt.